Ostseeurlaub Info-Weblog
Fahrrad Urlaub an der Ostsee
31. Mai 2005

Mecklenburg-Vorpommern verteidigt seinen Ruf als Radfahrerregion: Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) setzten M-V bei einer Umfrage auf Platz 1. Es folgen Franken und Bayern. Geschaetzt werden vor allem das dichte und gut ausgebaute Radwegenetz und die unberuehrte Natur.

Radtouristen sind eine feste Groesse im Gaesteaufkommen des Landes. Mehr als 30 Prozent der Urlauber fahren Rad. Das sind mehr als drei Millionen Menschen jaehrlich, Tendenz steigend, sagt Rene Hingst, Sprecher des Landestourismusverbands mit Sitz in Rostock.

Einer Statistik des ADFC zufolge geben Pedalritter zirka 20 bis 25 Prozent mehr Geld aus als der Normaltourist. Einige bleiben nur eine Nacht und fahren dann weiter, andere ziehen von einem Punkt aus ihre Kreise. Durchschnittlich dauert ein Urlaub mit dem Rad fuenf Tage.

In alten Beschreibungen gefunden.” …die einzigartige Natur rings um Brunshaupten (heute Kühlungsborn Ost) mit den “wunderbaren Waldbeständen der Kühlung und mit den Erhebungen bis über 100 Meter und dem Blick auf das Meer, den Dachreiter auf dem Münster in Bad Doberan, die Kirche von Steffenshagen und in der Ferne die Türme von St. Petri, St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi in Rostock. Sie lädt ein den Diedrichshäger Berg mit 128 m Höhe und dessen Aussichtsturm zu erklimmen, …”.

â??Die Geschichte des Leuchtturmes liegt einige Jahre zurück,â?? erzählt Susann Schult (17) aus Bastorf. Sie öffnet jeden Tag für die Besucher den Leuchtturm. â??Unser Turm ist sehr beliebt, nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen. Die Leute sind von dem traumhaften Ausblick total begeistert. Ganz egal, ob Sommer oder Winter, ein absolutes Muss für Naturfans.â??

Im Jahre 1824 gab es auf der Bukspitze bei Bastorf die ersten Ã?berlegungen zur Notwendigkeit eines Leuchtturmes. 52 Jahre errichtete der Baumeister Hansen aus Kröpelin mit Arbeitern aus Kühlungsborn das Leuchtfeuergehöft Buk. Der runde rote Turm war weiÃ? verfugt und besaÃ? eine dunkelfarbige Kuppe. Später wurde das Leuchtfeuer in Betrieb genommen. Im 19. Jahrhundert folgte die Elektrifizierung des Leuchtturmes und es wurde das Petroleumdochtfeuer durch den Einbau einer Reserve-Gasbeleuchtung ersetzt. Nun übernahm die Fernsteuerzentrale des â??Seehydrographischen Dienstes der DDRâ?? in Warnemünde die Ã?berwachung. Das Wohnhaus wurde zum Kinderferienlager der NVA umgebaut. 1991 übernahm das Wasser-und Schifffahrtsamt Lübeck das Grundstück mit Leuchtturm. SchlieÃ?lich erfolgte die Grundinstandsetzung des Turmes. In Abstimmung mit Denkmalschutz- und Baubehörden wurde ein Nutzungs- und Baukonzept erstellt. Auch eine ZufahrtsstraÃ?e zum Leuchtturm war im Bau. Die vorhandenen Anbauten sowie der Verbinder zwischen Wohnhaus und Turm wurden vollständig abgerissen. Die Gesamtbaukosten betrugen rund 1,09 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung war der Betreiber das Wasser-und Schifffahrtsamt Lübeck. Zur Familienerholung wurden von dem Sozialwerk der Bundesverkehrsverwaltung vier Wohnungen eingerichtet. Auf den Leuchtturm wurde eine Antennenanlage eines Mobilfunkanbieters installiert. Heute ist der Leuchtturm Buk der am höchsten gelegene Turm von über 60 an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Mit nur 20,8 Metern Gesamthöhe und insgesamt 55 Stufen steht er auf der höchsten Erhebung der Umgebung, dem Bastorfer Signalberg.

Im ehemaligen Garten der Leuchtturmwärter befindet sich heute eine Aussichtsplattform. Seit Juni 2003 ist die Besichtigung des Leuchtturmes und die Besteigung der Galerie wieder möglich.

Auch für die Urlauberin Hannelore (58) aus Wolgast war der Leuchtturm ein attraktives Ausflugsziel: â??Ich war vor 40 Jahren das letzte Mal in der Gegend. Ich bin geborene Rostockerin, aber die Liebe hat mich nach Wolgast gebracht. Ich freue mich sehr, einmal wieder in der traumhaften Gegend von Bastorf zu sein. Es hat sich so viel verändert. Dieser Ausblick von dem Leuchtturm ist einfach gigantischâ??.

Bereits zum 14. Mal erscheint die Badewasserqualitätskarte für unser Land. Sie bescheinigt den hiesigen Gewässern auch in diesem Jahr wieder eine sehr gute und gute Wasserqualität. 417 Badestellen, die während der Badesaison im 14-tägigen Rhythmus durch die Gesundheitsämter vor Ort überprüft werden, sind auf der Karte verzeichnet. Die Wasserproben werden entsprechend der EG-Badegewässerrichtlinie strengen Kontrollen unterworfen.
Hier gehts zur Bade – Karte

Mit sportlichen Wettkämpfen rund um den Hähnergott startet am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Haffplatz das Reriker Frühlingsfest der besonderen Art rund um die durchlöcherten Steine. Showtanz und Musik gibt es am Nachmittag, die längste Hühnergott-Kette der Welt wird zusammengestellt, abends ist Party angesagt.