â??Die Geschichte des Leuchtturmes liegt einige Jahre zurück,â?? erzählt Susann Schult (17) aus Bastorf. Sie öffnet jeden Tag für die Besucher den Leuchtturm. â??Unser Turm ist sehr beliebt, nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen. Die Leute sind von dem traumhaften Ausblick total begeistert. Ganz egal, ob Sommer oder Winter, ein absolutes Muss für Naturfans.â??

Im Jahre 1824 gab es auf der Bukspitze bei Bastorf die ersten Ã?berlegungen zur Notwendigkeit eines Leuchtturmes. 52 Jahre errichtete der Baumeister Hansen aus Kröpelin mit Arbeitern aus Kühlungsborn das Leuchtfeuergehöft Buk. Der runde rote Turm war weiÃ? verfugt und besaÃ? eine dunkelfarbige Kuppe. Später wurde das Leuchtfeuer in Betrieb genommen. Im 19. Jahrhundert folgte die Elektrifizierung des Leuchtturmes und es wurde das Petroleumdochtfeuer durch den Einbau einer Reserve-Gasbeleuchtung ersetzt. Nun übernahm die Fernsteuerzentrale des â??Seehydrographischen Dienstes der DDRâ?? in Warnemünde die Ã?berwachung. Das Wohnhaus wurde zum Kinderferienlager der NVA umgebaut. 1991 übernahm das Wasser-und Schifffahrtsamt Lübeck das Grundstück mit Leuchtturm. SchlieÃ?lich erfolgte die Grundinstandsetzung des Turmes. In Abstimmung mit Denkmalschutz- und Baubehörden wurde ein Nutzungs- und Baukonzept erstellt. Auch eine ZufahrtsstraÃ?e zum Leuchtturm war im Bau. Die vorhandenen Anbauten sowie der Verbinder zwischen Wohnhaus und Turm wurden vollständig abgerissen. Die Gesamtbaukosten betrugen rund 1,09 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung war der Betreiber das Wasser-und Schifffahrtsamt Lübeck. Zur Familienerholung wurden von dem Sozialwerk der Bundesverkehrsverwaltung vier Wohnungen eingerichtet. Auf den Leuchtturm wurde eine Antennenanlage eines Mobilfunkanbieters installiert. Heute ist der Leuchtturm Buk der am höchsten gelegene Turm von über 60 an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Mit nur 20,8 Metern Gesamthöhe und insgesamt 55 Stufen steht er auf der höchsten Erhebung der Umgebung, dem Bastorfer Signalberg.

Im ehemaligen Garten der Leuchtturmwärter befindet sich heute eine Aussichtsplattform. Seit Juni 2003 ist die Besichtigung des Leuchtturmes und die Besteigung der Galerie wieder möglich.

Auch für die Urlauberin Hannelore (58) aus Wolgast war der Leuchtturm ein attraktives Ausflugsziel: â??Ich war vor 40 Jahren das letzte Mal in der Gegend. Ich bin geborene Rostockerin, aber die Liebe hat mich nach Wolgast gebracht. Ich freue mich sehr, einmal wieder in der traumhaften Gegend von Bastorf zu sein. Es hat sich so viel verändert. Dieser Ausblick von dem Leuchtturm ist einfach gigantischâ??.

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