Sanddorn-Strauch mit vielen Beeren

Sanddorn: Zitrone des Nordens

Der Sanddorn gilt als relativ genügsame und beständige Pflanze, dennoch ist er unter verschiedenen Namen bekannt: Fasanenbeere, Dünendorn, Audorn, Haffdorn, Rote Schlehe, Sandbeere, Weidendorn oder auch “Zitrone des Nordens“. Die unter Fachleuten als Ölweidengewächs bekannte Art kommt vor allem auf Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen vor und ist dabei sogar ein Globetrotter. Hauptverbreitungsgebiete sind Ost- und Westasien, Sibirien und China, Mitteleuropa von den Pyrenäen über die Alpen und das Alpenvorland bis zum Kaukasus. Eine Art nördliche Grenze bildet Norwegen.

Als Neophyt, d. h. als eine vom Menschen mitgebrachte Art, kommt der Sanddorn in Deutschland auf dem Gebiet fast aller Bundesländer vor. Mecklenburg-Vorpommern und Ost-Schleswig-Holstein haben Bestände in den Küstenregionen, in Ost-Schleswig-Holstein auch am Unterlauf der Trave. Eine ziemlich weite Reise, wenn man bedenkt, dass sich die ursprüngliche Heimat in Nepal befindet.

Ein richtiger Hingucker sind die ovalen, orangeroten bis gelben Früchte, die sich von August bis in den Dezember hinein zeigen. Das breiige Fruchtfleisch enthält besonders viel ätherische Öle – und einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt: Zwischen 200 – 900 mg pro 100 g Beeren. Das liegt deutlich über dem Vitamin-C-Gehalt von Orangen und Zitronen (etwa 50 mg). Außerdem sind in Sanddornbeeren Beta-Karotin und Gerbstoffe enthalten. Sanddornöle sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und produzieren praktisch den gesamten Vitaminkomplex.

Diese “inneren” Werte und die relative Genügsamkeit machen die Pflanze auch für eine Anwendung in bestimmten Lebensbereichen interessant. Ihre außergewöhnliche Heilkraft und vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten finden sich auch in zahlreichen Rezepten für den Hausgebrauch wieder. Allerdings ist die Ernte aufwändiger als bei anderen Nutzpflanzen und kann erst nach einer Anlaufzeit von etwa 6 – 8 Jahren erfolgen.

Verwendung:

  • Getränke: Fruchtsaft, Nektar, Bestandteil von Mixgetränken und Cocktails, Sanddorntee
  • alkoholische Getränke: Obstwein und Likör
  • Fruchtaufstriche & Marmeladen
  • hochwertiges Pflanzenöl
  • Hautpflegeprodukte
  • Nahrungsergänzungsmittel

Unsere Sanddorn-Themen im Überblick

gelbe SanddornblüteWissenswertes und Informationen über Sanddorn
Durch das freundliche Orange der Früchte soll man sich nicht täuschen lassen: Sanddorn erreicht nicht nur Wuchshöhen von 1 – 6 Metern, sondern arbeitet vor allem im Untergrund. Ein weitverzweigtes Wurzelsystem erstreckt sich 1,5 – 3 Meter in die Tiefe und bis zu 12 Metern nach links und rechts.
Sanddornbeeren am StrauchWirkung und Heilkraft des Sanddorns
Extrem viel Vitamin C auf relativ kleinem Raum: Das ist das Geheimnis des Erfolgs. Sanddorn ist nach Hagebutten und weit vor Zitrusfrüchten einer der erfolgreichsten Vitamin C-Produzenten der Welt.
Sanddornmarmelade mit HonigVerarbeitung des Sanddorns
Es gibt insbesondere an der Ostsee viele Plätze, an denen Sanddornhecken in freier Natur wachsen und die Beeren gepflückt werden können. Es ist jedoch vorteilhaft, sich Handschuhe anzuziehen, um sich vor den Dornen der Pflanze zu schützen.
Sanddorn SaftSanddorn-Rezepte
Auf dieser Seiten werden zahlreiche Sanddorn-Rezepte und Zubereitungsmöglichkeiten vorgestellt: Marmeladen, Säfte, Liköre uvm. Ganz einfach Zuhause zubereiten.
Bildquelle: Dellex – wikipedia