Wirkung und Heilkraft

Extrem viel Vitamin C auf relativ kleinem Raum: Das ist das Geheimnis des Erfolgs. Sanddorn ist nach Hagebutten und weit vor Zitrusfrüchten einer der erfolgreichsten Vitamin C-Produzenten der Welt. Für den menschlichen Organismus hat Vitamin C grundsätzlich zwei Funktionen: Immunschutz und Stabilisierung der Psyche. Im Immunsystem bekämpft Ascorbinsäure (chemische Bezeichnung für Vitamin C) die aufdringlichsten Krankheitserreger wie Parasiten, Viren, Mikroben und vor allem Freie Radikale. Gerade die so genannten Freien Radikale unterstützen Alterungsprozesse im Körper.

Sanddornbeeren

Das Vitamin ist weiterhin für die Produktion von Hormonen, Nervenpeptiden und Neurotransmittern (Nervenreizstoffen) verantwortlich, über die unsere Empfindungen gesteuert werden. Die Molekularstruktur ist dabei so simpel wie möglich, damit es durch die Mundschleimhaut sehr schnell ins Blut gelangen kann. Das macht bei einem Immunverteidiger auch Sinn. Überschüssiges Vitamin C wird übrigens nicht gespeichert, sondern vom Stoffwechsel wieder ausgeschieden, somit gibt es also keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Vitamin C ist gut für:

  • Immunfunktionen
  • Haar
  • Kalziumstoffwechsel
  • Sehkraft
  • Festes Bindegewebe, Kollagen
  • Positive Stimmungslage
  • Blutgefäße
  • Zahnfleisch
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Fettverwertung
  • Schlaf
  • Stressbewältigung
  • Hautstoffwechsel

Neben Vitamin C liefert die Sanddornfrucht wertvolle B-Vitamine (B1, B2, B6, B12) für Nerven und Stoffwechsel, knochenstärkendes Kalzium, Eisen für die Blutbildung, weiterhin Magnesium und Mangan für den Aufbau körpereigener Eiweiße. Sowohl Kern als auch Fruchtfleisch enthalten Öle, die entzündungshemmende und wundheilende Eigenschaften besitzen.

Top 10 der Vitamin C-Lieferanten:

  1. Buschpflaume
  2. Camu-Camu
  3. Acerolakirsche
  4. Hagebutte
  5. Guave
  6. Sanddorn
  7. Schwarze Johannisbeere
  8. Petersilie
  9. Grünkohl
  10. Rosenkohl

Sanddornbeeren übertreffen mit einem Vitamin C-Gehalt von 200 – 900 mg pro 100 Gramm deutlich die Vitaminmenge von Zitronen und Orangen. Deshalb können Sanddornprodukte vorbeugend bei Erkältungskrankheiten und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Auch bei schon vorhandenen Beschwerden wirken Sanddornbeeren als Heilmittel: Saft, Likör, Öl und Tee stärken das Immunsystem, den Kreislauf und wirken appetitanregend.

Apropos Appetit: Auf dem Gebiet der Fruchtaufstriche und Marmeladen hat sich Sanddorn inzwischen einen sehr guten Ruf als Kombinationskünstler erarbeitet und es gibt zahlreiche Sanddorn-Rezepte.

Sanddorn-Geschenkkorb

In der Nahrungsergänzung kennt man beispielsweise Sanddorn-Fruchtfleischöl und Sanddornöl-Kapseln. Kapseln enthalten meist hochwertiges reines Sanddornöl, dass aus dem Fruchtfleisch und aus den Kernen gewonnen wird. Sie wirken gezielt bei einem Mangel an essentiellen Bestandteilen und Vitaminen. Sanddornöl kleidet die gesamte Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes mit einem schützenden Film aus. Das verhindert, 1 – 3mal täglich eingenommen, übermäßige Säurebildung und Sodbrennen.

Das Öl kann außerdem bei Sonnenbrand und ähnlichen Hautschäden Abhilfe schaffen. Sanddorn fördert dabei die Wundheilung und hat schmerzlindernde Eigenschaften. In der Kosmetik werden Sanddorn-Präparate damit beworben, dass sie die Haut widerstandsfähiger machen und mit Pflegestoffen versorgen sollen.

Wenn von Sanddornöl gesprochen wird, handelt es sich meist um eine Mischung beider Öle: Fruchtfleischöl und Samenöl. Äußerlich angewendet wirkt es schmerzlindernd und entzündungshemmend, lässt Wunden (Verbrennung, Sonnenbrand, Akne, Dekubitus) schneller heilen, verringert außerdem die Faltenbildung und bekämpft Alterungsprozesse. Auch Schleimhäute in der Mundhöhle können mit Sanddornöl behandelt werden. Darüber hinaus können Toxine gebunden, Freie Radikale neutralisiert, Entzündungen der Darmschleimhaut gemildert und eine Stabilisierung der Mikroflora erreicht werden.

Bildquelle: Karunakar Rayker – wikipedia